2D Codes – vom klassischen Barcode zur nächsten Generation

 

Mehr Informationen. Neue Möglichkeiten. Gemeinsame Standards.

Die Produktkennzeichnung steht vor dem nächsten großen Entwicklungsschritt: 2D Codes ermöglichen es, deutlich mehr Informationen als klassische eindimensionale Strichcodes bereitzustellen und eröffnen damit neue Möglichkeiten für Handel, Industrie und Konsument.

Neben der eindeutigen Produktidentifikation können beispielsweise Chargeninformationen, Mindesthaltbarkeitsdaten, Rückverfolgbarkeitsinformationen oder weiterführende digitale Produktinformationen eingebunden werden. Gleichzeitig entstehen neue Anwendungsfelder entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Produktion und Logistik über den Point of Sale bis zur Kommunikation mit Konsument.

Für Handel und Industrie bedeutet der Übergang zu 2D Codes jedoch auch eine gemeinsame Herausforderung: Standards, Daten, Verpackungen, Druck, Scanner, Kassensysteme und Prozesse müssen zusammenspielen.

ECR Austria begleitet diese Entwicklung und bietet der Branche eine neutrale Plattform für Information, Erfahrungsaustausch und Best Practices.

 

ECR Infocall: 2D Codes in der Praxis

Am 22. September 2026 lud ECR Austria gemeinsam mit Expert:innen aus Handel, Industrie, Technologie und GS1 zu einem umfassenden Infocall rund um die Einführung und praktische Anwendung von 2D Codes.

Im Mittelpunkt standen nicht nur die technischen Grundlagen, sondern insbesondere die Frage:

Was müssen Unternehmen heute tun, um für 2D Codes vorbereitet zu sein?

Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte zeigten, welche Schritte bereits umgesetzt werden, welche technischen und organisatorischen Herausforderungen bestehen und welche Möglichkeiten sich durch den Einsatz von 2D Codes für die FMCG-Branche ergeben.

 

Stimmen und Erfahrungen aus der Praxis

Beim Infocall brachten Expert aus unterschiedlichen Bereichen ihre Erfahrungen und Perspektiven ein:

Christian Lauer | GS1 Austria
„2D Codes – die Zukunft der Produktkennzeichnung“
Einordnung der aktuellen Entwicklung rund um 2D Codes, Unterschiede zwischen linearem Strichcode, GS1 DataMatrix und QR Code mit GS1 Digital Link sowie Potenziale für die FMCG-Branche.

Martin Sednik | METRO
„Praxiserfahrungen METRO Österreich“
Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz von 2D Codes im Handel – mit Fokus auf bessere Daten, effizientere Prozesse, Transparenz und die Zusammenarbeit mit Lieferpartnern.

Nicolas Waltemate | dmTECH
„GS1 Digital Link am POS – Praxiseinblicke von Hersteller und Handel“
Präsentationstitel: „GS1 Digital Link am dm-Checkout“
Einblicke in die technische Vorbereitung der Scanner- und Kasseninfrastruktur bei dm sowie praktische Erfahrungen mit dem Auslesen von GS1 Digital Link am Point of Sale.

Julian Alexander Eimer | Beiersdorf
„GS1 Digital Link am POS – Praxiseinblicke von Hersteller und Handel“
Präsentationstitel: „GS1 Digital Link am Beispiel Hidrofugal“
Praxisbericht aus Herstellersicht – von ersten Piloten über Verpackung und Code-Generierung bis hin zu Resolver, POS-Readiness und skalierbaren Prozessen.

Poppy Abeto Kiesse | GS1 Austria – Healthcare
„2D Codes – aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken“
Einblicke in den etablierten Einsatz von 2D Codes im Gesundheitswesen und Learnings zu Rückverfolgbarkeit, Fälschungsschutz, Logistik, POS-Prozessen und digitalen Produktinformationen.

Alexander Humer | Barcotec
„Klein, quadratisch, datenstark: 2D-Codes am POS“
Praxisnaher Überblick über Scannertechnologien, Scanqualität und die Vorteile von 2D Codes an der Kassa – von höherer Fehlertoleranz bis zu neuen Anwendungsmöglichkeiten.

Florian Nickmann | KNAPP Systemintegration
„GS1 DataMatrix: Heute bereits erfolgreich im Einsatz“
Erfahrungen mit 2D Codes in automatisierten Logistikprozessen und deren Nutzung für Datenerfassung, Rückverfolgbarkeit, Qualitätssicherung und Prozessautomatisierung.

Ingo Wolters | GS1 Germany
„Von der Vision zur Umsetzung: Wie die deutsche FMCG-Community die Einführung von 2D Codes vorbereitet“
Einblicke in die deutsche 2D-Migration, zentrale Herausforderungen bei Verpackung, POS und Daten sowie Erfahrungen mit Piloten, Readiness und gemeinsamer Marktvorbereitung.

Die unterschiedlichen Perspektiven machten deutlich: Der Übergang zu 2D Codes ist kein isoliertes IT- oder Verpackungsprojekt. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche sowie eine enge Abstimmung zwischen Handel, Industrie und Lösungsanbieter.

 

Warum sich Unternehmen jetzt mit 2D Codes beschäftigen sollten

Der klassische Barcode wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von 2D Codes entlang der Wertschöpfungskette.

Unternehmen sollten sich daher frühzeitig mit zentralen Fragen auseinandersetzen:

  • Welche konkreten Use Cases wollen wir mit 2D Codes abbilden?
  • Welche zusätzlichen Daten sollen im Code verfügbar sein?
  • Sind Scanner, Kassensysteme und interne Systeme dafür vorbereitet?
  • Welche Anpassungen sind bei Verpackung und Druck notwendig?
  • Welche Auswirkungen ergeben sich für Stammdaten und bestehende Prozesse?
  • Wie stimmen wir die Umsetzung mit unseren Handelspartnern bzw. Lieferanten ab?
  • Welche Möglichkeiten bietet der GS1 Digital Link für weiterführende Produktinformationen?

Entscheidend ist dabei nicht der Code allein, sondern das Zusammenspiel von standardisierten Daten, technischen Systemen und abgestimmten Prozessen.

Beratung & Kontakt

Bernhard Voit
ECR Austria Manager

voit@ecr-austria.at
T +43 1 505 86 01 143

Thomas Nussbaumer
ECR Austria

nussbaumer@ecr-austria.at